Session 2015/16

11.02.2016

Et Sönnche lacht den Strohbär und die Jecken an

Die Narren vom Veilchenweg singen ein Loblied auf „Multi-Kulti am Rhing“

Hier und da schaute „Dat Sönnche“ hinter den Wolken hervor und lachte den Strohbär und das jecke Volk am Samstag in Kripp an. Denn traditionell treiben die Kripper Junggesellen den Strohbär durchs Dorf, um damit symbolisch die Wintergeister zu vertreiben. Die Stimmung im Treidelort erwies sich am Samstag dabei als richtig fröhlich. Klein, fein und sehr bunt, so konnte man die immerhin 19 Zugnummern, die die Junggesellen vom Freundschaftsbund auf die Reise schickten, zusammenfassen.

 

Strohbär Moritz Meyer wurde dabei von Treiber Konstantin Knebel mit einem dicken Strick angeleint und mit Hilfe eines großen Knüppels durch die Straßen gejagt. JGV-Chef Marc Boes freute sich über Zuwachs im Zug. Der Kindergarten Pusteblume – dessen Pusteblumenkostüme in Grün und Weiß ein richtiger Hingucker waren – feierte ebenso Premiere wie die Sinziger Stadtsoldaten. Sinzigs Zugleiter Michael Kappl und seine blau-gelben Scharen liefen sich nach eigenem Bekunden schon mal warm für den eigenen großen Veilchendienstagszug.

 

Diesmal war der Karneval in Kripp übrigens komplett. Denn ein Triumph war der Zoch natürlich für die Tollitäten. Prinz Marc I. (Tiltmann) und seine Prinzessin Marion I. (Dagne) wurden ebenso gefeiert wie Kinderprinzessin Elena I. (Gadsch) nebst ihrer Hofdame Emma Lopez und Musketier Moritz Gadsch.

Echte Blickfänge beim Narrenumzug waren die gemischt kostümierten Jecken aus dem Veilchenweg. Diesmal hatte man sich unter dem Motto „Multi-Kulti am Rhing“ den legendären Bläck-Fööss-Song „Su simmer all he hinjekumme“ vorgenommen. Eine bunte und gut gelaunte Truppe, die rheinisch- munter Stellung zu einem brennenden aktuellen Thema bezog.

 

Einen sehr bemerkenswerten Hingucker schickte die KG Kripper Fente um KG-Chef Wilfried Brüssel auf die Reise. Wagemutige Ballonfahrer mit kecken Fliegerkappen waren unterwegs. Die Ballonkörbe wurden übrigens auf kleinen Röllchen geschoben, Ballonfahren im Wortsinne also. „Die üben alle nur für den unvermeidlichen Rollator“, so sahen es Lästermäuler am Zugweg. Der Junggesellenverein selbst hatte als Narrenschiff einen riesigen VW-Bus gebaut. Auch hier gab es einen Seitenhieb auf das Zeitgeschehen. „Unsere Werte stimmen“, war da selbsterklärend zu lesen.

 

Junggesellen-Chef Marc Boes und seine Männer konnten auf einen mit schönen Kostümen und Ideen gespickten närrischen Lindwurm stolz sein. In der Kripper Ortsmitte ballten sich dann auch die Jecken, um ihr Strohbärentreiben zu feiern.

[Quelle: Kamelle.de]