1. Mannschaft

08.11.2015

Deutliche Niederlage im Stadtderby 

SV Remagen – SV Kripp 5:0 (1:0)

Nachdem man in den letzten drei Spielen sieben Zähler einfahren und mit der Ausbeute vollkommen zufrieden sein konnte, stand am 12. Spieltag das Derby beim Vizemeister der letzten Saison, SV Remagen an. Noch vor wenigen Wochen fand das Duell bereits in Form eines Pokalkrimis am Kripper Querweg statt, welches der dort ansässige SV im Elfmeterschießen für sich entscheiden konnte. Die Sportplätze beider Vereine trennen nur wenige hundert Meter, man kennt sich und die Spielweise des Gegenübers perfekt. Das wohl im näheren Umkreis hitzigste und mit hoher Rivalität geprägteste Derby, indem keiner gewillt sein sollte, dem Gegner nur einen Zweikampf zu schenken, wurde vom angesetzten Schiedsrichtergespann Jüris/Roscheck/Kraywinkel geleitet.

 

Die ambitionierte Harakiri-Truppe um Spielertrainer Tarik Mazih, welche eine bislang durchwachsende Saison spielte, nahm die Favoritenrolle gleich an und legte los wie die Feuerwehr. Bereits nach wenigen Minuten hatte SVR-Stürmer Jens Werner die Möglichkeit, seine Farben mit 1:0 in Führung zu schießen. Mazih setzte Werner mittels eines scharfen Pass in die Spitze in Szene. SVK-Torhüter David Reckhaus konnte jedoch den zu ungenauen Abschluss aus elf Metern zur Seite abwehren. Remagen ließ den Ball sicher durch die eigenen Reihen zirkulieren und agierte wie bereits im Pokalspiel vor wenigen Wochen häufig mit langen Bällen auf ihre flinken Außenspieler. Der SV Kripp nahm zu Beginn die Zweikämpfe nicht an, war oftmals einen Schritt zu spät oder nur zweiter Sieger. All das, was Kripp's Trainer Oliver Küster vor Beginn seinen Männern mit ins Spiel gab, wurde nicht umgesetzt. Durch ungenaue Abspiele um den eigenen Strafraum brachte man sich selbst in schärfste Bredouille. Körperspannung und geistige Aufmerksamkeit ließen in der 1. Halbzeit auf sich warten. Aufgrund der Tatsache, dass man in den ersten Minuten der Partie keinen Zugriff zur Partie fand, fiel frühzeitig das 1:0 für die Heimmannschaft. Mit wenigen Ballkontakten spielten sich die Remagener rasch in den Gästestrafraum. Dort lauerte Lokman Ünal, der den Ball aus wenigen Metern problemlos über die Linie zum 1:0 spitzeln konnte. Man konnte von Glück sprechen, dass es nach 45 gespielten Minuten ''nur'' 1:0 für den SV Remagen stand, woran auch Jungspund Reckhaus im Kripper Tor gehörigen Anteil zu beitrug.

 

Nach dem Pausentee wollte man unbedingt an die 2. Halbzeit aus dem Pokalspiel anknüpfen und durch früheres attackieren den Gegner zu Fehlern zwingen. Einen angesprochenen Fehler leistete sich zum Bedauern der Gäste kurz nach Wiederanpfiff der erfahrene Schiedsrichter Jüris, der dem SV Remagen einen Strafstoß schenkte. Nach einem Laufduell zwischen Stürmer Jens Werner und Verteidiger Daniel Ley entschied der Unparteiische im Strafraum auf Strafstoß für Remagen, nachdem SVR-Torjäger Werner seinen Gegenspieler regelwidrig wegstieß. Zudem spielte Ley, deutlich ersichtlich für alle Beteiligten, bis auf SR Jüris, den Ball. Nichtsdestotrotz musste Reckhaus an dem gebrauchten Tag für die gesamte Truppe, zum zweiten Mal hinter sich greifen, nachdem Gottschalk den gepfiffenen Strafstoß sicher zum 2:0 verwandelte. Der SV Kripp gab sich jedoch nicht völlig auf und versuchte durch einen Treffer das Spiel wieder offener zu gestalten. Dies wäre ihnen beinahe nach einem langen Einwurf gelungen, jedoch konnte ein Remagener Verteidiger den Ball vor dem einschussbereiten Göddel aus der Gefahrenzone entschärfen. In der Folgezeit löste der SV Kripp die Hintermannschaft immer mehr auf und bot dem Gegner große Räume zum Kontern, die sie innerhalb kürzester Zeit effektiv im Sinne einer Topmannschaft ausnutzten und das Ergebnis deutlich auf 5:0 in die Höhe schnellten, welches gleichzeitig auch das Endergebnis nach 90 Minuten war.

 

Fazit:  Dieses Spiel war sinnbildlich dafür, dass man sich die Punkte Woche für Woche hart erkämpfen muss und man nichts geschenkt bekommt. Legt man weder Zweikampfbereitschaft noch Siegeswillen an den Tag, lässt man dem Gegner wie heute zu viel Räume und gibt einheitlich keine 100%, wird man nichts zählbares einfahren können. Unter dem Strich geht der Sieg für den SV Remagen in Ordnung und ist verdient, da sie mehr Aufwand betrieben und sich dafür gleich fünffach, wenn auch wohlmöglich zwei Tore zu hoch, belohnten.

 

Für den SV Kripp im Einsatz waren: David Reckhaus – Simon Koep, Nils Meyer (C), Daniel Ley, Adil Öksal – Kevin Kostrewa, Tobias Schmickler, Timo Schäfer, Geronimo Klapperich (60. Daniel Krämer), Moritz Boltersdorf – Philipp Göddel

Text: Daniel Ley | Bilder: Marc Göttlicher